JUNGE WELT | 12.02.2010
Frauen in Nordirak oft FGM-Opfer
Weit mehr als die Hälfte der Frauen im kurdischen Norden des Irak sind an den Genitalien...
Kölner stadtanz. | 05.02.2010
Menschenrecht gilt auch für Mädchen
Die Beschneidung von Mädchen stellt immer und überall Körperverletzung dar...
JUNGLE WORLD | 04.02.2010
Weibliche Genitalverstümmelung ist nicht nur ein afrikanisches Problem
Die weibliche Genitalverstümmelung ist kein »afrikanisches Problem«....
JUNGLE WORLD | 23.12.2009
Angst vor der ersten Nacht
Sexaufklärung im Nordirak: Wie heißt Klitoris auf Kurdisch, und gibt es ein Wort für...
JUNGLE WORLD | 19.03.2009
Eine Zukunft ohne Schnurrbart
Im Nordirak wächst wenige Wochen vor den Wahlen der Unmut über die kurdische Regierung...
friZ | 12.2008
Genitalverstümmelung:
Wandel ist möglich

Kampagne von lokalen Menschenrechts- und Frauenorganisationen erzielt ...
SWISSINFO.CH | 15.12.2008
Der Kampf gegen Genital-verstümmelung in Nordirak
Schätzungen reden von jährlich rund zwei Millionen Mädchen und jungen Frauen...
SWISSINFO.CH | 15.12.2008
Kurdisches Regionalparlament
soll Genitalverstümmelung verbieten

Der Kampf gegen die Genitalverstümmelung im kurdischen Nordirak zeigt erste Erfolge...
JUNGLE WORLD | 15.05.2008
»Eine Ehre für die Familie«

Über die Genitalverstümmelung im kurdischen Nordirak und die Bemühungen, etwas dagegen zu tun...
HAGALIL.COM | 24.03.2008
Eine Handvoll Asche

Ein aufrüttelnder Film über die tabuisierte Beschneidung im Nordirak und die Rechtfertigung...
HPD | 06.02.2008
Und dann haben Sie Asche draufgetan...

Der 6. Februar ist Internationaler Tag gegen Mädchenbeschneidung...
BRIGITTE.DE | 06.02.2008
Genitalverstümmelung - ein globales Problem

"Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung" - seit fünf Jahren steht der 6. Februar für...
diePRESSE.COM | 16.06.2006
Irak:"So viele Mädchen sind beschnitten"

Die Hilfsorganisation "WADI" kämpft für Frauenrechte im Nordirak...
JUNGLE WORLD | 31.08.2005
Kontrolle und Tabu
Im kurdischen Nordirak ist die Genitalverstümmelung von Frauen weit verbreitet...

 

 

 

 

Das Schweigen brechen:
Die Kampagne »Stop FGM in Kurdistan«

Weibliche Genitalverstümmelung gilt in internationalen Abkommen als gravierende Menschenrechtsverletzung und schwere Form von Gewalt an Frauen und Kindern. Seit Jahrzehnten bekämpfen internationale und lokale Organisationen diese Praxis in den verschiedensten Ländern Afrikas und neuerdings auch in Europa.

Im Irak dagegen, wie auch in anderen Ländern des Nahen Ostens, wird über FGM noch immer geschwiegen, sowohl von offizieller staatlicher Seite als auch von Seiten der UN-Organisationen.

Doch die Frauen in Irakisch-Kurdistan haben dieses Schweigen nun gebrochen. Im Jahre 2005 erschienen Berichte, dass in manchen Gegenden des Nordirak fast 60% der Frauen verstümmelt seien. Ärzte und Menschenrechtler berichteten von ähnlichen Raten in anderen Gegenden des kurdischen Nordiraks.

Daher entschlossen sich einige Frauen- und Menschenrechtsorganisationen, unterstützt von der deutschen Hilfsorganisation WADI, in der Region eine Kampagne gegen Genitalverstümmelung ins Leben zu rufen.

Umfassende Ächtung der Genitalverstümmelung

»Stop FGM in Kurdistan« ist das Ergebnis einer breiten öffentlichen Debatte über FGM. Die Kampagne wurde von verschiedenen lokalen und internationalen Organisationen initiiert und unterstützt. Ihr Ziel ist die umfassende Ächtung der Genitalverstümmelung.

Aus Anlass des Internationalen Frauentages im März 2007 veröffentlichte die Kampagne »Stop FGM in Kurdistan« in lokalen Zeitungen eine Petition an das kurdische Regionalparlament. Darin wurde ein gesetzliches Verbot der Genitalverstümmelung gefordert. Diese Petition wurde in nur wenigen Tagen von mehr als 14.000 Menschen unterzeichnet, darunter prominente Journalisten, Künstler und Schriftsteller.

Gesetzentwurf gegen FGM liegt dem Parlament vor

Aufgrund der großen öffentlichen Resonanz wurde im April 2007 eine Expertenkonferenz mit Ärzten, Richtern sowie Frauen- und Menschenrechtsaktivisten einberufen, um einen Gesetzentwurf zum Verbot von FGM auszuarbeiten. Dieser Gesetzentwurf wurde ins Regionalparlament eingebracht und es kann damit gerechnet werden, dass er bald verabschiedet wird.

Jede Spende hilft

Um das Erreichte dauerhaft zu sichern und weitere Fortschritte zu ermöglichen, brauchen wir Ihre Unterstützung: Jede Spende wird dringend benötigt. Die Lage ist weiterhin dramatisch. So beträgt nach ersten Befragungen die Verstümmelungsrate in der Region Raniya fast 95% und Berichte deuten darauf hin, dass FGM auch in den kurdischen Gebieten des Irans weit verbreitet ist.